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Arbeitsverträge schriftlich?

Grundsätzlich bedürfen Arbeitsverträge für Ihre Wirksamkeit nicht der Schriftform gem. § 126 BGB. Sie sind auch „per Handschlag“ wirksam.
Händigt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedoch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag aus, so ist er gem. § 2 Abs. 1 NachwG ( Nachweisgesetz oder Gesetz über den Nachweis der für ein Arbeitsverhältnis geltenden wesentlichen Bedingungen) verpflichtet, spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzuliegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen.

Dies gilt auch bei sog. Minijobs. Diese Verpflichtung besteht nur nicht, wenn der Arbeitnehmer als Aushilfe nicht länger als einen Monat beschäftigt ist.
Diese Regelung dient der Rechtssicherheit auf beiden Seiten. Für Arbeitgeber empfiehlt es sich daher von Anfang an einen schriftlichen Arbeitsvertrag auszuhändigen, da der Arbeitsaufwand derselbe ist wie bei einer Niederschrift nach § 2 Abs. 1 NachwG und sie im Zweifel nicht in Beweisnot geraten.

Sherly Huth
Rechtsanwältin

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